Geschichte
Geschichte
Die Geschichte des Buches ist länger als die des Drucks, doch erst der Druck machte das Buch zu einem alltäglichen Gegenstand. Die Chronik unten enthält nur Daten, die in Nachschlagewerken verlässlich belegt sind, darunter folgen Erläuterungen, was diese Ereignisse verändert haben.
Jede Erfindung in der Geschichte des Buches löste dieselbe Aufgabe: einen Text genau, schnell und viele Male hintereinander zu wiederholen.
Chronik
- 2. Jh.
Die Erfindung des Papiers wird traditionell mit dem China des frühen 2. Jahrhunderts n. Chr. verbunden. Das neue Material war leichter und erschwinglicher als frühere und wurde mit der Zeit zur wichtigsten Grundlage für das Schreiben und später für den Druck.
- 15. Jh.
Um die Mitte des Jahrhunderts beginnt Johannes Gutenberg in Mainz, mit beweglichen Metalllettern zu drucken: Der Text wird aus einzelnen Zeichen zusammengesetzt, die man nach dem Abdruck wieder ablegen und erneut verwenden kann.
- um 1455
Die Gutenberg-Bibel wird gedruckt – eines der bekanntesten Bücher, die mit dem neuen Verfahren hergestellt wurden.
- 1564
In Moskau geben Iwan Fjodorow und Pjotr Mstislawez den „Apostol“ heraus – das erste genau datierte gedruckte Buch des Moskauer Staates.
- 1970
Die Internationale Standardbuchnummer ISBN wird eingeführt; die Regeln für ihren Aufbau legt die Norm ISO 2108 fest.
- 2007
Seit dem 1. Januar besteht die ISBN aus 13 Ziffern statt der früheren, kürzeren Form.
Was jedes Datum verändert hat
Papier allein schafft noch kein Buch, doch ohne es wäre der Druck kaum zur Massenware geworden. Pergament erforderte eine lange Bearbeitung und war teuer, Papier dagegen ließ sich in großen Mengen herstellen. Als die Druckerpresse kam, hatte sie bereits etwas, worauf sie drucken konnte.
Das eigentlich Neue an Gutenbergs Verfahren war nicht die Presse selbst, sondern die bewegliche Letter. Jeder Buchstabe wurde einzeln gegossen, aus Buchstaben setzte man Zeilen, aus Zeilen eine Seite, und nach dem Druck wurde der Satz abgelegt und wiederverwendet. Aus dieser Idee stammen Begriffe, die im Verlagswesen bis heute leben: Satz, Kolumne, Abzug.
Der „Apostol“ von 1564 ist nicht nur als Beginn des Moskauer Buchdrucks interessant, sondern auch als Beispiel eines durchdachten Buches: Man sieht die Sorgfalt bei Schrift, Ornament und Blattfolge. Die ISBN entstand in einer ganz anderen Epoche, als es so viele Bücher gab, dass man sie in einem einheitlichen System erfassen musste. Zwischen diesen Ereignissen liegen Jahrhunderte, doch die Aufgabe ist dieselbe: Ein Buch soll sich erkennen und finden lassen.
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Inhaltsverzeichnis aller Rubriken des Nachschlagewerks und eine Erläuterung zu den alten Adressen der Domain.
Quellen
- Nachschlagewerke zur Geschichte des Buches und des Buchdrucks
- Internationale Norm ISO 2108 (ISBN)
Die historischen Angaben stützen sich auf Nachschlagewerke zur Geschichte des Buches und des Buchdrucks. Angaben zu Ausstellungen, Museen und Messen ändern sich – bitte prüfen Sie diese bei den Veranstaltern.